True Crime Tuesday - Trip Talks: Suchtmittel - Von der Straße ins Labor
Im Anschluss freuen wir uns darauf, mit Ihnen den Abend bei einem gemütlichen Get-Together ausklingen zu lassen.
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl.
Anmeldungen bitte an zik(at)uni-graz.at
Neben klassischen Drogen wie Cannabis, Kokain, Heroin, Speed und Ecstasy sind laut EUDA in den letzten 16 Jahren rund 1050 sogenannte Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) am Suchtmittel-Markt gemeldet worden [https://www.euda.europa.eu/index_en]. Diese enthalten meist geringfügige chemische Veränderungen zu klassischen Drogen und fallen bei vergleichbarer Wirkung aufgrund ihrer abgeänderten chemischen Struktur oft nicht in gesetzliche Verbote. Daneben müssen auch für niederschwellige Angebote des "Drug Checkings" (seit 2022 auch in Graz, “Triptalks [”https://triptalks.at/]) Analysenmethoden zur sicheren Erfassung entwickelt werden. Dieser Vortrag zieht einen Vergleich zwischen von der Polizei aufgegriffenen dealfähigen Mengen von Suchtmitteln und bemerkenswerten Untersuchungsergebnissen von "Triptalks", wo zur Schadensminimierung der Konsumierenden pro Jahr etwa 1000 Substanztestungen für Graz vorgenommen werden.
Martin Schmid studierte Chemie und Pharmazie an der Karl-Franzens-Universität Graz und habilitierte 2001 am damaligen Institut für Pharmazeutische Chemie. Er ist neben der universitären Laufbahn seit 2006 gerichtlich zertifizierter Sachverständiger und erstattet Gutachten über die Zusammensetzung beschlagnahmter Suchtmittel an Staatsanwaltschaften und Gerichte unter besonderer Berücksichtigung Neuer Psychoaktiver Substanzen, deren Analytik gleichzeitig sein Forschungsgebiet darstellt. Er ist wissenschaftlicher Leiter der südösterreichischen "Drug Checking"-Projekte "Triptalks" in Graz und "Mydrugcheck" in Klagenfurt.
Mit freundlicher Unterstützung des Alumni Uni Graz und der REWI Uni Graz.